Meisterwerkstatt für Orgelbau
Elmar Krawinkel & Sohn

Orgel-Restaurierung - Gottsbüren 2004

Ev. Wallfahrtskirche

Orgel in der Ev. Wallfahrtskirche - GottsbürenOrgel in der Ev. Wallfahrtskirche - Gottsbüren

 

Disposition der Orgel

Hauptwerk
Bordun16' aus Gedeckt 16'C - D Fichte, Ds - e''' Eiche, ds'' - f''' Metall, restauriert
Principal8'C - H Fichte, rekonstruiert, c° - f''' aus vorhandener Octave 4', restauriert
Hohlfloete8'aus Holzflöte 8', C, Cs, Ds, Fichte (C Zylindrisch) D, E - f''' Eiche, restauriert
Gamba8'C - H in Fichte, c° - f''' 12löthigen Zinn, rekonstruiert
Octave4'C - f''' 12löthigen. Zinn rekonstruiert
Floete4'aus Gedacktflöte 4', C - f'' Metall gedeckt, fs''-f''' Metall, konisch, restauriert
Cornett2-3fachaus 6löthigen Zinn, rekonstruiert
C = 3' + 1 3/5', c° 3' + 2' + 1 3/5'
Mixtur3-4fach 2'aus Mixtur 1 1/3', restauriert,
Ergänzung aus 6löthigen Zinn rekonstruiert
  • C = 2' + 1 1/3' + 1'
  • c° = 3' + 2' + 1 1/3'
  • c' = 4' + 3' + 2' + 1 1/3'
  • c'' 6' + 4' + 3' + 2'
Nebenwerk
Geigenprincipal8'C - H Fichte, c° - f''' aus 12löthigen Zinn, rekonstruiert
Liebl. Gedact8'aus Gedackt 8', C - h° Fichte, c' - f''' Eiche, restauriert
Salicional8'C - H Fichte, c° - f''' aus 12löthigen Zinn, rekonstruiert
Gemshorn4'aus Gemshorn 4', C - f''' Metall, restauriert
Solowerk
Trompete8'aus Trompete 8', Becher C - H Zink, c° - f''' Metall, restauriert
Pedalwerk
Subbaß16'aus Subbaß 16', C + Cs Fichte, D - d' Eiche, restauriert
Octavbaß8'aus Octavbaß 8' C + Cs Fichte, D - d' Eiche, restauriert
Violonbaß8'C - d' Eiche, rekonstruiert
Octavbaß4'aus Choralbaß 4', C - D Fichte, DS - d' Eiche, restauriert

Gedanken zur Konzeption der Orgelrestaurierung

Restaurierung der Heeren/Euler-Orgel auf dem gewachsenen Bestand von 1898/1906

Die Ausführungen haben gezeigt, dass jede Stilepoche ihre eigenen Ansprüche an und in das Instrument getragen hat. Dabei ist auffällig, dass in sich geschlossene und einheitliche Orgelkonzepte eine lange Lebensdauer hatten, während Umbaustufen meist nur eine kurze Lebensdauer aufwiesen.

An einem solchen Wendepunkt standen wir auch an dem Orgelwerk in Gottsbüren. Wenn man aus der Geschichte lernen will, wird klar ersichtlich, dass ein in sich geschlossenes Konzept das beste Ergebnis erzielt für ein dauerhaftes und ansprechendes Instrument. Durch den Erhalt der guten Materialsubstanz der musikalischen Romantik ist die Wiederherstellung des einmal gestalteten und damit bewährten Konzeptes unerlässlich.

In einem ersten Schritt wurde der Bestand der Orgel aufgenommen und dokumentiert, danach die wieder zu verwendenden Teile restauriert. Als weiteren Schritt folgte eine vorlagengetreue Rekonstruktion aller fehlenden Bestandteile, um dem einst realisierten Konzept inhaltlich möglichst nahe zu kommen.

Als Vorlage für die Restaurierung dienten die erhaltenen Quellen wie die Kostenvoranschläge, Gutachten und Verträge, auch die Materialien mit den Spuren und Belegen im Orgelwerk sowie bei Vergleichsinstrumenten aus der Gottbürener Orgelbautradition aus der Jahrhundertwende des 19./20. Jahrhunderts.

Es wurde eine weitestgehende Annäherung an den Zustand 1897/1906 angestrebt, wobei die immer schon kränkelnde pneumatische Spieltraktur durch eine Mechanik ersetzt wurde. Durch diese Rückführung wurde eine stilistische Einheit wieder hergestellt, die eine lange Lebensdauer des restaurierten Orgelwerkes gewährleistet.

Die wechselhafte Geschichte des Instrumentes blieb an markanten Stellen sichtbar erhalten.

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