



Das Orgelwerk wurde auf den gewachsenen Bestand von 1911 restauriert.
| Pfeifenwerk | ||
| Gedact | 8 Fuß | Eiche, original, restauriert |
| Flaut traver | 8 Fuß | C-H Transmission mit Gedact 8', ab c° Obstholz, nach Oestreich rekonstruiert |
| Quintatön | 8 Fuß | C-H Fichte/Eiche, ab c° Metall, restauriert |
| Salicional | 8 Fuß | C-H Transmission mit Quintatön 8', ab c° Metall, restauriert |
| Principal | 4 Fuß | C-h' Prospekt in 12lötig. Zinn nach Oestreich rekonstruiert, ab c'' Metall restauriert |
| Gedact | 4 Fuß | C-h' gedeckt, ab c'' Metall offen, restauriert |
| Octave | 2 Fuß | Metall, restauriert |
| Mixtur | 3fach 1 Fuß | Metall, restauriert, Rep. c°, c'' |
| Subbass | 16 Fuß | Fichte, restauriert |
Geschichte der Orgel
Bei dem vorhandenen Orgelwerk handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um ein historisches Werk aus der Werkstatt der Orgelbausippe Oestreich aus Oberbimbach bei Fulda. In seinem jetzigen Zustand ist das Werk in mehreren Schritten abhängig von den jeweiligen Orgelbauern gewachsen.
Nach dem Urteil des Orgelbauers Markert aus Ostheim wurde die Orgel in der alten Kirche in Motzlar in den Jahren 1780 bis 1810 erbaut. Sie war größtenteils aus Eichenholz gefertigt. Urkundlich wird eine Orgel in Motzlar zum ersten Mal im Jahre 1841 erwähnt.
Durch Julius Fuchs, Orgelbauer in Meiningen, wurde für 7 Thaler eine Reparatur vorgenommen. Ebenso wurde eine Ausbesserung am Orgelwerk 1844 durch Fuchs durchgeführt.
In dem Bericht des Pfarramtes zu Schleid vom 30.05.1860 ordnete die J. K. an, dass die Orgel durch den als tüchtigen und reellen Fachmann empfohlenen Orgelbauer G. F. Wagner aus Hersfeld repariert werden sollte. In dem Vertrag mit dem Orgelbauer wurden 70 Thaler für die Reparatur festgesetzt. Am 10.09.1860 waren die Reparaturen abgeschlossen.
Durch das neue Leimfachwerk über dem Orgelwerk konnte das Instrument aufgrund der feuchten Witterung jedoch noch nicht sogleich wieder eingebaut werden. Am 23.07.1861 war das Orgelwerk dann schließlich eingebaut und wurde durch die übliche Orgelprobe durch den Kantor Möller aus Geisa abgenommen.
Durch einen Blitzschlag wurde 1876 auch die Orgel beschädigt. Als dann auch 1878 die Bälge schadhaft wurden, beantragte der damalige Pastor Vogt am 14.06.1878 bei der J. K. die Reparatur der Orgel durch den Orgelbauer Hahner aus Fulda, die auch genehmigt wurde.
Als die neue Kirche gebaut wurde, lagerten Tischler der Gemeinde Motzlar die Orgel in geeignete Räume um, um sie später wieder in der neuen Kirche aufzustellen. Der Orgelbauer Markert aus Ostheim reparierte die Orgel gründlich und baute sie gemäß den neuen Räumlichkeiten um. Die Kosten beliefen sich auf 1.011,00 Mark. Im Jahre 1911 wurde die Orgel in der neuen Kirche auf der obersten Empore aufgestellt.
Marker gibt in einem Gutachten an, welche Veränderungen er am Instrument durchgeführt hat.
1917 mussten die Prospektpfeifen für Kriegszwecke abgegeben werden und es kamen die jetzigen Zinkpfeifen zum Einbau. Zu diesem Zeitpunkt wurde vermutlich auch die Traversflöte 8' durch eine Quinte 2 2/3' ersetzt und das Obergehäuse entfernt, damit ein Freipfeifenprospekt entstehen konnte.
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